Eine Webagentur zu beauftragen ist eine Vertrauensentscheidung mit einem Budget zwischen 5.000 € und 50.000 €. Die meisten Unternehmen treffen diese Entscheidung 1–2 Mal pro Jahrzehnt – und stehen ratlos vor 50 Angeboten, die alle ähnlich klingen.
Wir bei DigitalMoonrise stehen selbst auf der Anbieterseite und wissen: Du brauchst harte Kriterien, an denen du Spreu vom Weizen trennen kannst. Hier sind die 9 wichtigsten.
Inhaltsverzeichnis
- Referenzen in deiner Größenordnung
- Transparente Preise und Verträge
- Eigentum am Sourcecode und CMS-Zugang
- Strategie vor Design
- SEO als integraler Bestandteil
- Erreichbarkeit und feste Ansprechpartner
- Tech-Stack ohne Vendor-Lock-in
- Wartung und Support nach dem Go-Live
- Persönliches Bauchgefühl
- Fazit & Empfehlung
1. Referenzen in deiner Größenordnung
Eine Agentur, die nur DAX-Konzerne als Referenzen zeigt, ist für dein Mittelstands-Projekt vermutlich überdimensioniert. Eine Agentur, die nur Kleinprojekte hat, packt vielleicht deine komplexe Anforderung nicht.
Frage gezielt: Habt ihr Referenzen in meiner Branche oder Größenordnung? Könnt ihr konkrete Projekte, Ergebnisse oder Kundenstimmen zeigen? Ein Referenzgespräch mit einem Bestandskunden ist hilfreich, sollte aber immer freiwillig und nach Absprache stattfinden.
2. Transparente Preise und Verträge
Pauschalpreise ohne Aufschlüsselung sind ein Warnsignal. Genauso pauschale Stundensätze ohne Aufwandsabschätzung. Was du sehen willst:
- Klare Aufstellung: was kostet Konzept, Design, Entwicklung, SEO, Schulung?
- Klare Kommunikation: was passiert bei Change Requests?
- Klare Zahlungsmodalitäten: keine 100 %-Vorkasse. Seriös sind faire Modelle wie 50/50, Ratenzahlung oder Zahlungen nach klar definierten Meilensteinen.
3. Eigentum am Sourcecode und CMS-Zugang
Das ist der wichtigste Punkt – und der, bei dem viele Unternehmen blind sind. Stell sicher:
- Der gesamte Sourcecode gehört dir nach Projektende
- Du bekommst Admin-Zugang zum CMS und zum Server
- Du kannst die Agentur jederzeit wechseln, ohne die Website neu bauen zu müssen
Wenn ein Anbieter dir das verweigert, lauf weg. Du baust sonst auf seinem Land – und zahlst monatliche Miete für das eigene Haus.
4. Strategie vor Design
Eine seriöse Agentur fragt zuerst nach deinen Zielen, deiner Zielgruppe, deinen Wettbewerbern. Erst dann kommt das Design. Wenn die erste Frage „in welcher Farbe soll die Website werden?" ist, ist das Marketing-Versprechen vermutlich substanzlos.
Konkret prüfen: Gibt es einen Strategie-Workshop oder Discovery-Call? Wie viele Stunden sind dafür angesetzt? Unter 4 Stunden ist meist zu wenig.
5. SEO als integraler Bestandteil
SEO ist 2026 keine optionale Zusatzleistung mehr – es ist die Grundlage dafür, dass deine Website überhaupt gefunden wird. Eine gute Agentur:
- Macht Keyword-Recherche vor dem Texten
- Setzt technisches SEO (saubere URL-Struktur, Sitemap, robots.txt, Schema.org) automatisch um
- Optimiert Core Web Vitals (Performance ist Ranking-Faktor)
- Übergibt eine SEO-Dokumentation zur internen Pflege
Frage konkret: Welche SEO-Maßnahmen sind im Angebot enthalten? Welche kosten extra?
6. Erreichbarkeit und feste Ansprechpartner
Bei kleinen Agenturen wie unserer ist klar: Du sprichst mit dem Geschäftsführer. Bei großen Agenturen wechseln die Ansprechpartner oft. Stell sicher:
- Wer ist mein fester Projekt-Ansprechpartner?
- Wie schnell wird auf E-Mails geantwortet (24h ist ok, 5 Tage nicht)?
- Gibt es regelmäßige Status-Updates während des Projekts?
7. Tech-Stack ohne Vendor-Lock-in
Manche Agenturen bauen ausschließlich mit proprietärer Software, bei der nur sie selbst Wartung anbieten können. Das ist bequem für die Agentur – schlecht für dich.
Bevorzuge offene, etablierte Technologien: Next.js, Strapi, Shopify, WordPress (Open Source-Variante). So findest du jederzeit einen anderen Dienstleister, der weiterhelfen kann.
8. Wartung und Support nach dem Go-Live
Der Tag des Go-Live ist nicht das Projektende – er ist der Anfang. Frage:
- Welche Wartungspakete bietet ihr an?
- Wie schnell reagiert ihr bei dringenden Problemen (z. B. Ausfall der Website)?
- Gibt es klare Support-Zusagen, z. B. Reaktionszeiten bei Ausfällen, Monitoring, Backups oder Wartungsfenster?
- Was kostet eine zusätzliche Stunde Entwicklung nach dem Projekt?
9. Persönliches Bauchgefühl
Du wirst über Monate mit diesen Menschen arbeiten. Du musst sie nicht zum Bier einladen wollen – aber du musst ihnen vertrauen. Wenn ein Bauchgefühl im Erstgespräch warnt: nimm es ernst.
10. Fazit & Empfehlung
Eine gute Agentur erkennst du nicht am schönsten Pitch, sondern an konkreten, prüfbaren Antworten auf diese 9 Fragen. Lass dir Zeit, hol mindestens 3 Angebote ein, sprich mit Referenzkunden – und entscheide dich für das Team, das am ehrlichsten antwortet, nicht für das billigste.
Bei DigitalMoonrise beantworten wir dir alle 9 Fragen offen im Erstgespräch. Buche einen unverbindlichen Termin – und beurteile uns nach diesen Kriterien selbst.
